„Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung“ ist seit 1. Juli verpflichtend


Zum 1. Juli 2022 ist die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) verpflichtend geworden. Damit dürfen Praxen auch die bekannten AU-Bescheinigungen (gelber Schein) nicht mehr benutzt werden.

Ab dem 1. Juli dürfen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen von den Praxen nur noch digital an die zuständige Krankenkasse übermittelt werden. Praxen, die noch nicht über die technischen Möglichkeiten verfügen, müssen über ihr Praxisverwaltungssystem ein Ersatzverfahren („Stylesheet“) anwenden. 
Patienten bekommen zunächst weiterhin einen Papierausdruck: für ihren Arbeitgeber und für sich – allerdings nicht mehr auf dem Muster 1. Stattdessen ersetzen einfache Ausdrucke aus dem Praxisverwaltungssystem auf Basis sogenannter „Stylesheets“ das Papier- und das Blankoformular. Die Ausdrucke gibt der Arzt dem Patienten unterschrieben mit. Die Aufgabe, den Ausdruck an den Arbeitgeber zu senden, bleibt zunächst bei den Versicherten.
Die bekannten AU-Bescheinigungen nach Muster 1 dürfen mit dem Stichtag 1. Juli 2022 nicht mehr in Praxen ausgegeben werden.