Ein wichtiger Punkt ist die richtige Lagerung von Medikamenten. Viele Präparate reagieren empfindlich auf Hitze und verlieren bei zu hohen Temperaturen ihre Wirksamkeit. Dazu gehören zum Beispiel Insulin, bestimmte Antibiotika-Säfte oder auch Asthmasprays. Achten Sie darauf, Medikamente nicht im Auto, auf der Fensterbank oder in der Sonne zu lagern. Die meisten Arzneimittel gehören weiterhin an einen kühlen, trockenen Ort. Im Zweifel hilft ein kurzer Blick in die Packungsbeilage oder die Rücksprache mit der Apotheke, welche Lagerungstemperatur empfohlen wird.
Weniger bekannt, aber medizinisch sehr relevant: Manche Medikamente erhöhen bei Hitze das Risiko für Kreislaufprobleme. Dazu zählen unter anderem Entwässerungstabletten (Diuretika), bestimmte Blutdruckmedikamente, Antidepressiva oder Neuroleptika. Sie können die Wärmeregulation des Körpers beeinflussen oder die Flüssigkeitsausscheidung verstärken. Es ist hierbei wichtig, bei hohen Temperaturen besonders auf ausreichendes Trinken und mögliche Symptome zu achten.
Körperlich kann Hitze schnell zur Belastung werden. Erste Anzeichen einer Hitzeerschöpfung sind häufig Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit und ein allgemeines Schwächegefühl. Wird die Belastung stärker, kann es zu einem Hitzschlag kommen – einem medizinischen Notfall. Typisch sind dann Verwirrtheit, sehr hohe Körpertemperatur, trockene heiße Haut und ein möglicher Kreislaufzusammenbruch. In solchen Fällen sollte sofort der Notruf gewählt und der Körper aktiv gekühlt werden.
Seit Kurzen bietet das Land Bremen übrigens ein spezielles Hitzeportal mit vielen praxisnahen Hinweisen rund um Gesundheit und Prävention ( Hitzeportal Bremen ). Auf der Informationsplattform finden Sie wichtige Informationen und Angebote zu gesundheitlichen Risiken von Hitze. Von Hitzeschutztipps über eine Karte mit kühlen Orten und Trinkwasserbrunnen, Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes bis hin zu Erklärungen zu städtischen Wärmeinseln oder baulichem Wärmeschutz.